Archiv für November 2006

Scale Speed

Die Hersteller von Rennbahnen vermarkten manchmal ihre Spielzeuge mit speziellen Geschwindigkeitsangaben. Sie nennen es „Scale Speed“. Das ist die Geschwindigkeit, die das Auto in kleinem Maßstab erreichen würde, wenn es lebensgroß wäre. So warb Carrera ihre Produktreihe Profi mit einem Scale Speed von 644 Km/h. So schnell wären die Magnetkarren gewesen. Dass Slotcars in der Tat schneller als ihre realen Vorbilder sind, zeigt auch ein kleiner Film von Carrera über ein Wettrennen auf dem Salzburgring.

Soweit die Werbung. Wenn es dann um die Wirklichkeit geht, zeigt der Tacho andere Nummer. Das Beweist ein Brief aus Carreras Zentrale in Salzburg, der gestern bei mir eingetrudelt ist. Darin war die Begrüßung für meine Anmeldung beim Carrera-Club, eine Mitgliedschaftskarte und einen Feinliner.

Carrera-Card 
Nur: Mitglied bin ich seit fast zwei Jahre und wenn ich ein bisschen rechne, komme auf ein Scale Speed von… (rechne, rechne, rechne…) 0,068261 Km/h. Das sind fast 70 Meter in der Stunde. Bei dem Fahrtwind kommt man gar nicht ins Schwitzen.Damit möchte ich aber nicht behaupten, dass die Österreicher langsam sind. Wenn unser Magazin FlightXPress gelegentlich zu spät zugestellt wird, liegt es nicht am fehlenden Tempo der Redaktion, sondern an der Schusseligkeit der deutschen Post. Und unser ehemaliger Chefredakteur und Verleger würde die Strecke von knapp 1000 Km sicherlich in etwa 6 Stunden zurücklegen, einschließlich der Pausen, um den Aschenbecher zu leeren.

Go Jenny go !

Das Beste an FSX ist die Landschaft. Und die schönste Methode, sie zu erforschen, ist „Slow and Low“. Das langsame Fliegen knapp über den Baumwipfeln macht in FSX viel Spaß und zumindest fern von größeren Flughäfen oder Großstädten mit fotographischer Bodenszenerie bleibt auch die Bildwiederholungsrate (einigermaßen) bei Laune.
Für solche Flüge bietet FSX zwei interessante Maschinchen, die Piper Cub und das Ultralight. Aber ich habe ein Flugzeug vermisst, das ich in FS2004 doch nicht so selten geflogen habe, die Curtiss Jenny. Ich kann mich an den animierten Ventilen und Kipphebeln des Liberty-Motors immer noch nicht satt sehen.

Die Curtiss Jenny von FS2004 in FSX

So habe ich sie in FSX importiert. Nicht nur das: ich habe die Aircraft.cfg angepasst und Thumbnails angefertigt, damit das Auswahlmenü von FSX sie ordnungsgemäß führt. Außerdem habe ich zwei Kameras definiert. Wenn man will, nimmt man auch Platz im vorderen Cockpit nehmen oder hängt man wie ein Wingwalker zwischen den Seilen der Tragflächen.
Wer es möchte, kann mein FSX-Update für die Curtiss Jenny hier herunterladen.

FSX-Beta zu den Akten

Es war bitter nötig. Ich habe heute morgen, gleich nach dem Aufstehen, meinen ganzen Mut zusammengefasst und den Schreibtisch aufgeräumt. Besser gesagt: ausgemistet. Dabei habe ich einige Goldscheiben ausgegraben: die DVD von Microsoft mit den Beta-Versionen von FSX.
Da der Tag so ordentlich angefangen hatte, suchte ich für sie einen passenden Platz im Regal hinter der Tür. Als ich da kramte, fielen mir weitere Silberlinge entgegen: die CD-Roms der Beta-Versionen von FS2000 und FS2004. Von FS2002 habe ich auch einen Vorabdruck der Handbuches und von FS2004 noch einen versiegelten Satz CD-Roms. Die Datenträger der Betaversion von FS2002 sind leider unauffindbar geblieben.

Die Datenträger einiger FS Betas

So schaute ich mir die schön bedruckten, in Jewel Cases gut verpackten CD-Roms der vergangenen Betas, verglich sie mit den hastig und billig produzierten DVD der FSX-Betas und machte mir meinen Reim daraus.


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