Endlich hatte ich heute Nachmittag Zeit, die Novemberausgabe von FlightXPress in Ruhe zu lesen. Wir hatten sie in Paderborn auf der Flugsimulationskonferenz dabei, ich konnte aber bisher nur schnell darin blättern.
Es lag nicht am starken Kaffe nach dem Mittagessen, ich war bei der Lektüre wirklich ein wenig nervös, es ist schließlich die erste Nummer, die ich betreut habe. Und meine bangen Fragen waren: wie viele Grammatikfehler habe ich wohl darin eingebaut und wie lange brauche ich, um sie zu finden.
Es ist schon ziemlich paradox: Dieses deutsche Magazin wird von einer „Bande“ herausgebracht, die auf Kriegfuß mit Herrn Duden steht. FlightXPress gehört einem Luxemburger, der so schreibt wie er chattet. Unterstützt wird er von einem Australier (Grant) und von einem Computerspezialisten, der fast nur Programmiersprachen beherrscht (Stefan). Der Chefredakteur (ich) kam erst mit 28 von Italien nach Deutschland. Urs spricht und schreibt Schweizer Fliegerenglisch während der Österreicher Simon die alte Rechtschreibung hegt und pflegt. Ich weiß, dass ich damit seinen Ruf ruiniere, aber ich muss es gestehen: der FlightXPress-Autor, der am besten Deutsch kann, ist MeatWater.
So war es nur eine Frage der Zeit, bis ich den ersten Grammatikfehler in FlightXPress 11/2007 fand. Es vergingen immerhin 28 Minuten. Und dieser Fehler war nicht von mir (aber ich hätte ihn vor dem Druck entdecken müssen).
